Stahlhärten – Handwerkskunst mit legendärem Ursprung in Fernost.

Mehr als 2500 Jahre reichen die ersten Versuche zurück, einen Stahl zu schmieden, der zum einen hart und widerstandsfähig ist und zum anderen unter hoher Belastung nicht bricht. Das japanische Samurai-Schwert, das sogenannte „Katana”, vereinte diese Qualitäten erstmals in einzigartiger Weise. Die vor dem 9. Jahrhundert im Faltschmiedeverfahren gefertigten Klingen waren für ihre extreme Schärfe und herausragende Stahlqualität weltbekannt und gelten bis heute als nie wieder erreichter Höhepunkt der Schmiedekunst.

Die Herstellung einer „gefalteten” bzw. feuerverschweißten Klinge war mit hohem Aufwand verbunden und erforderte viel Erfahrung und Können. Unter exakten Temperaturverhältnissen wurde ein Eisenpaket jeweils zu einer Faltung – bestehend aus zwei Lagen – verschweißt.

Manche Klingen bestanden aus bis zu 1,2 Mio. Lagen und waren eine unermessliche Kostbarkeit, für deren Besitz nicht selten eine ganze Burg den Eigentümer wechselte.

Noch heute werden qualitativ hochwertige Serienmesser und Werkzeugklingen nach diesem Verfahren von Hand im Feuer geschmiedet und gehärtet.